zurück Die Sachsenmilch Milchreise

Stationen der Milch

In der Milchanlieferung

Wie die Milch in die Molkerei kommt

Die Molkerei in Leppersdorf ist eine der modernsten in Europa und die Heimat der Marke Sachsenmilch. Sie verarbeitet pro Tag 4 Millionen Liter Rohmilch. 65 Milchsammelwagen sind täglich mehrmals in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringens unterwegs, um die gesammelte Rohmilch bei den Milchbauern abzuholen und nach Leppersdorf zu transportieren. Dabei legen sie täglich eine Strecke von 40.000 Kilometern zurück – rein rechnerisch ist das einmal um die Welt.

Dieter Kupka von der Kupka & Nietsch Transporte OHG, Görlitz, steuert einen der Milchsammelwagen, die mehrmals täglich die eingesammelte Rohmilch von den Bauern nach Leppersdorf bringen. Kupka beliefert die Sachsenmilch täglich mit annähernd 70.000 Litern Milch. Fahrer und Milcherzeuger sind ein eingespieltes Team, wenn es um Lieferung von Rohmilch in bester Qualität geht.

In der Milchannahme

Vom Sammelwagen in die Milchtanks

Der Milchanlieferung in die Molkerei gehen mehrere Qualitätsprüfungen der Rohmilch voraus – beim Milchbauern, vor und während der Annahme im Werk. Bei Ankunft im Werk, wird der Milchsammelwagen gewogen und es geht eine Milchprobe per Rohrpost direkt ins Labor. Sind die Werte von Milchzucker, PH-Wert, Eiweiß- und Fettgehalt sowie Gefrierpunkt in Ordnung, dürfen 24.000 Liter Rohmilch über vier Spezialschläuche in die Kühltürme gepumpt und weiter verarbeitet werden. Die Autos werden gereinigt.

Die Schaltzentrale im Herzen der Molkerei steuert fast alle Prozesse der Rohmilch-Verarbeitung vollautomatisch: vom Einlaufen der Milch in die Tanklager, die Kühlung und die weiteren Bearbeitungsstufen für die Milch-Produktion in verschiedenen Fettstufen. Gesteuert wird von hier aus auch die Produktionsvorbereitung für den Sachsenmilch-Joghurt, angefangen von der Ausrichtung auf den gewünschten Fettgehalt der Milch bis zum Zusetzen der für das Entstehen des Joghurts wichtigen Bakterienkulturen.

Die Ventile gehören zum größten Leitungsknoten, der jemals in einer europäischen Molkerei gebaut wurde. Im Herzen der Molkerei steuern die mit dem Milch-Rohrleitungssystem des Werkes verknüpften Ventile die Zufuhr von Rohmilch aus den Tanks, von Rahm und Magermilch und die Weiterverarbeitung der Milch zu den unterschiedlichen Produkten.

In der H-Milch-Produktion

Wie die Milch in die Flasche kommt

Nachdem die Flaschen aufgeblasen wurden, gelangen sie in die vollautomatische Abfüll-Anlage für H-Milch in der PET-Flasche. Innerhalb einer Stunde wandern 28.000 Flaschen durch diese hochmodernen Automaten. Hier werden die Flaschen gereinigt und mit der haltbaren H-Milch befüllt. Jede Flasche ist zunächst weiß und erhält erst im nächsten Produktionsabschnitt, in der Etikettierung, ihr typisch pinkfarbenes Aussehen.

Diese Hülle enthält alle für den Milchtrinker notwendigen Informationen: Produktname, Fettgehalt der Milch, Grammatur, EAN-Code, Hinweis auf Einweg-Verpackung, Grüner Punkt, Nähwertangaben und Produktbeschreibung.

Natürlich erhalten die Flaschen auch ihren Schraubverschluss: Hellblau für die fettarme Milch und Dunkelblau für die Vollmilch. Schließlich sortiert ein flinker Roboter die Flaschen automatisch in versandfertige Kartons. Diese werden auf Paletten gehoben und schließlich auf den Weg in die Supermärkte geschickt.

Übrigens: Sachsenmilch ist seit März 2007 der erste deutsche Anbieter für H-Milch in der PET-Flasche. Die wieder verschließbare Flasche mit praktischem Deckel ist leicht und handlich, das Material recycelbar. Ein besonderer Lichtschutz im Monomaterial der Flaschen-Außenwand schützt die Vitamine der Milch vor Lichteinfluss. Die H-Milch in der 0,75 Liter-Flasche gibt es in Supermärkten von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zu kaufen.

In der Joghurt-Produktion

Wie aus Milch Fruchtjoghurt wird

Fruchtjoghurt ist eine der Spezialitäten von Sachsenmilch. Zunächst werden der Milch mit einem bestimmten Fettgehalt die zwei Joghurtbakterien Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus thermophilus zugegeben. Damit sich diese Kulturen gut entwickeln können, säuert der Joghurt bei 37 bis 39° Celsius in speziellen Tanks. Nach 5 bis 6 Stunden wird er dann gekühlt, verfestigt sich und bekommt die gewünschte Konsistenz. Erst kurz vor der Abfüllung in den Becher gelangt die Fruchtsorte hinzu.

In der Fruchtküche werden sonnengereifte Früchte aus der ganzen Welt verarbeitet. Sie bestimmen maßgeblich den Geschmack der Produkte. Ob Erdbeere, Himbeere, Kiwi, Mango, Pfirsich, Maracuja, Heidelbeere oder Ananas – über ein Laufband kommen die auserlesenen Früchte in große Behälter. In der Fruchtküche werden sie dann gekocht. Über Tanks und ein komplexes Rohrleitungssystem gelangt die Fruchtzubereitung schließlich direkt zu den Abfüllmaschinen für Joghurts, Desserts und Drinks.

Von Sachsenmilch kommen pro Woche 500.000 Becher Fruchtjoghurt in verschiedenen Geschmacksrichtungen in den Supermarkt. In den Abfüllanlagen gibt es keinen Stillstand. In nur wenigen Sekunden kommen am Ende der Maschine die versiegelten Becher in den gewünschten Fruchtsorten an.

In der Butterei

Das Geheimnis streichzarter Butter

Sachsenmilch stellt auch Butterspezialitäten her: „Unsere Butter streich fein“ und die mit Jodsalz veredelte „Unsere Butter salzig-fein“. Und so entsteht Butter: Eine Zentrifuge trennt bei der Rohmilch das Milchfett von der Milch. Der entstehende Rahm wird kurz erhitzt und wieder abgekühlt, gestoßen, geknetet und schließlich in die typische rechteckige Form gepresst, automatisch verpackt und gewogen. „Unsere Butter streich fein“ ist besonders streichfähig, denn der Rahm durchläuft drei Warm- und Kaltphasen.

Hübsch verpackt, sieht man der Butter gar nicht mehr an, wie kompliziert der Herstellungsprozess eigentlich ist. Wenn vom „Schlagen“ und „Stoßen“ des Rahms die Rede ist, dann heißt das, dass die Masse solange bearbeitet wird, bis sich die Rahmfettkügelchen zu Butterkörnchen zusammenballen und gänzlich von der Buttermilch trennen. Dann kommen die Butterschnecken zum Einsatz: Sie kneten die Butterkörnchen so lange, bis die gewünschte Konsistenz der Butter erreicht ist.Die mild gesäuerte Butter „Unsere Butter streich fein“ von Sachsenmilch ist eine der beliebtesten zwischen Ostsee und Thüringer Wald. Sie schmeckt und ist, wie der Name schon sagt, besonders streichfähig. Übrigens: Eine aufgedruckte Maßeinheit auf der Verpackung macht das Abwiegen auch ohne Waage möglich.

Die mild gesäuerte Butter „Unsere Butter streich fein“ von Sachsenmilch ist eine der beliebtesten zwischen Ostsee und Thüringer Wald. Sie schmeckt und ist, wie der Name schon sagt, besonders streichfähig. Übrigens: Eine aufgedruckte Maßeinheit auf der Verpackung macht das Abwiegen auch ohne Waage möglich.

In der Käserei

Blick in das modernste Naturreifelager

Im hochmodernen Naturreifelager der Molkerei Leppersdorf können jährlich bis zu 20.000 Tonnen Schnittkäse heranreifen. Die sechs Meter hohen Regale bieten 240 Käseblöcken oder 300 Käselaiben gleichzeitig Raum zum Reifen. Je nach Sorte liegen sie hier zwischen 28 Tagen und maximal 16 Wochen bei unterschiedlichen Reifungstemperaturen. Alle zwei Tage werden sie gewendet und plastifiziert, maximal sieben Mal von jeder Seite. Bei der Plastifizierung erhalten die Blöcke oder Laibe eine Plastikhülle, die sie vor Feuchtigkeitsverlust sowie Verunreinigungen bewahren soll. Stündlich durchlaufen 2.400 Käselaibe bzw. –blöcke die entsprechende Anlage, pro Schicht sind es bis zu 17.000.

Das vollautomatisierte Naturreifelager ersetzt jedoch die jahrelange Erfahrung des Käsemeisters nicht: Bei der sogenannten Handprüfung wird täglich der Reifungsverlauf des Käses überprüft.

Nach Abschluss des Reifeprozesses wird der Käse als Block oder Laib ausgeliefert oder im hauseigenen Aufschnittbereich verarbeitet. Die Marke Sachsenmilch stellt Schnittkäse in den Sorten Maasdamer und Butterkäse her.

Annett Gernetzky überwacht in der Schnittkäserei unmittelbar vor dem Verschließen und Etikettieren der Schalen das Gewicht von 200 Gramm Schnittkäse pro Packung. Die hochmoderne Anlage wiegt jede einzelne Packung automatisch. Bei Abweichungen vom Gesamtgewicht wird per Hand nachreguliert.

Zuvor wurde der Käse geschnitten und gelangt in vier parallel nebeneinander liegenden Stapeln mit je nach Gewicht fünf bis sieben Scheiben in die Verpackung und Etikettierung am Ende des Produktionsprozesses.

Die Qualitätskontrolle

Im Labor und bei Verkostungen

Die Herstellung der Markenprodukte erfordert in jeder Verarbeitungsstufe eine strenge Qualitätskontrolle. Immer wieder werden die chemischen, mikrobiologischen und sensorischen Eigenschaften überprüft. M. . . odernste Technik und jahrelange Erfahrung der Mitarbeiter ergänzen sich, um jede Abweichung von den definierten Qualitätsstandards zu registrieren.

Die Qualitätskontrolle beginnt bereits beim Transport der Milch vom Bauern in die Molkerei mit einem so genannten Hemmstofftest. Wenn der Milchsammelwagen die Molkerei erreicht, wird eine Probe per Rohrpost direkt ins Labor geschickt und geprüft. Dabei werden unter anderem Gefrierpunkt, pH-Wert und Fettgehalt gemessen. Natürlich testen die Laboranten auch die sensorischen Eigenschaften der Milch. Erst wenn es ganz sicher ist, dass die Milch den genormten Qualitätsmaßstäben entspricht, darf sie in die Rohmilch-Silos gepumpt werden. In Leppersdorf sind das täglich bis zu vier Millionen Liter Rohmilch. Innerhalb von 48 Stunden muss diese Menge verarbeitet sein.

Tägliche Verkostungen gehören in der Molkerei Leppersdorf zum Produktionsalltag. Jeden Morgen unterziehen Mitarbeiter aus der Qualitätssicherung, der Produktion, dem Labor und der Marketingabteilung die am Vortag produzierten Milcherzeugnisse stichprobenartig einer Qualitätskontrolle. Sie prüfen Geschmack, Konsistenz, Fruchtanteil und Farbe der Erzeugnisse.

Auf dem Weg in den Supermarkt

Erst sortieren, dann verladen

Das Hochregallager ist eine gigantische Halle mit 72.000 Euro-Paletten-Stellplätzen. Der Bestand an frischen Sachsenmilchprodukten ist so groß, dass er im Durchschnitt drei Tage reicht. Die Produkte gelangen über Transportbänder vollautomatisch an ihren Platz. Dank einer speziell ausgetüftelten Technologie kann der Standort jeder Palette in dem 30 Meter hohen, 250 Meter breiten und 178 Meter langen Lager genau festgelegt.

Bis die Produkte in die Kühltransporter kommen, verweilen sie bei einer Temperatur von 5 bis 7 Grad fein sortiert auf Paletten in der Kommissionierungshalle. Die Produkte stehen genau an der Stelle, wo sie später mit elektrischem Hubwagen oder Gabelstapler verladen werden. Denn sie sind für einen Kühllastwagen vorbestimmt. Auch die Reihenfolge der Paletten ist festgelegt. Von Sachsenmilch werden in der Kommissionierung täglich zirka 150 Produkt-Paletten bewegt.

Im Supermarkt

In Reih und Glied im Kühlregal

Wöchentlich gelangen zwei Millionen Sachsenmilch-Produkte in die Supermärkte: 40 verschiedene Erzeugnisse von Milch, Butter, Buttermilch, Joghurt, Milchdesserts bis hin zu Käse. Zu erkennen sind sie an der Farbe Pink. Jedes Jahr kommen zwei bis drei neue leckere Produkte hinzu, die sich am Geschmack und den Ernährungsgewohnheiten der Verbraucher orientieren.

Kundennähe ist für Sachsenmilch wichtig. Durchschnittlich finden pro Tag etwa 5 Verkostungen in Supermärkten statt. Vorgestellt werden den Kunden die Sortimentsbreite, die geschmackliche Vielfalt und vor allem neue Produkte sowie deren Eigenschaften. Außerdem können Ernährungstrends und Ernährungsgewohnheiten, der Geschmack der Verbraucher, beliebteste Fruchtsorten oder Verwendungsmöglichkeiten der Produkte herausgefunden werden. Diese Erkenntnisse fließen in die Produktentwicklung ein.

Sachsenmilch ist ein verlässlicher Begleiter für die schönen Momente im Alltag. Die Produkte sind in den Supermärkten fast aller namhaften Handelsketten in Sachsen und auch in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu finden. Sie überzeugen die Milchfans mit ihrem modernen Auftritt, ihrer Frische und mit Genuss.